Wissenswertes

Grundsätzlich können Leistungen der Grundpflege (SGBXI) bei Patienten mit einer Pflegestufe über die Pflegekassen abgerechnet werden, aber auch Patienten ohne Pflegestufe können Grundpflegeleistungen in Anspruch nehmen und diese privat mit dem ambulanten Pflegedienst abrechnen.

Leistungen der medizinischen Behandlungspflege (SGB V) werden in der Regel vom Arzt verordnet und über die Krankenkasse abgerechnet. Auch hier besteht die Möglichkeit Leistungen privat mit dem Pflegedienst abzurechnen.

Ambulante Pflege (SGB XI) im Überblick
Pflegebedürftige Menschen, die in ihrem häuslichen Umfeld und vertrauter Umgebung durch eine ambulante Pflege versorgt werden, können Sachleistungen im Rahmen der häuslichen Pflege, also die Grundpflege (Waschen etc.) und hauswirtschaftliche Versorgung, bei einer Pflegekasse beantragen.

Dafür werden von den unterschiedlichen Pflegekassen folgende Höchstbeträge zur Verfügung gestellt:

Pflegegrad I:      125,00 € pro Monat
Pflegegrad II:     689,00 € pro Monat
Pflegegrad III: 1.298,00 € pro Monat
Pflegegrad IV: 1.612,00 € pro Monat
Pflegegrad V:  1.995,00 € pro Monat

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit bei anerkannten Härtefällen bis zu 1.995,00 € monatlich zu erhalten um die Dienstleistungen eines Pflegedienstes in Anspruch zu nehmen.

Hilfsmittel für Pflegebedürftige

Ebenfalls zahlen die Pflegeversicherung, wie die DRK, monatlich 40,00 € für verbräuchliche Pflegehilfsmittel, wie zum Beispiel Einmalhandschuhe oder Mundschutz. Sollte ein durch einen ambulanten Pflegedienst betreuter Mensch weitere Hilfsmittel, wie zum Beispiel einen Rollator, ein Hausnotruf oder einen Lift benötigen, können diese Hilfsmittel vom behandelten Arzt verschrieben und die Kosten über die Krankenkasse abgerechnet werden.

 

Wie beantrage ich einen Pflegegrad?

 

Grundsätzlich muss die Einstufung bzw. die Höherstufung in einen Pflegegrad bei der Pflegekasse beantragt werden. Der Antrag auf einen Pflegegrad muss bei einer Pflegekasse gestellt werden. In der Regel geschieht die Antragstellung schriftlich und erfordert keine besonderen Formulare. Die entsprechende Überprüfung, ob eine Ein- oder Höherstufung angemessen ist, wird durch den Medizinischen Dienst (MDK) durchgeführt. Dieser besucht Sie dann zu Hause und führt eine Begutachtung der Alltagssituation des Patienten durch.